Debian auf dem MSC Q7-TCTC-FD-104 Board

Hardware

Beim MSC Q7-TCTC-FD-104 handelt es sich um ein x86 Board das den Q7 Standard einhält. Für die Entwicklung kann zum Beispiel das MSC Q7-MB-RP2 Evaluationboard eingesetzt werden.

Kühlung

Damit das Prozessormodul im Betrieb nicht überhitzt, ist es unbedingt mit einem Kühlsystem (akitv oder passiv) zu versehen. Für die Inbetriebnahme des Evaluation-Board wird der Heatspreader MSCQ7-TCTC-FD-01HSP-002, sowie das Heatrail MSC Q7-XXX-01 HTR-001 verwendet. Der Heatspreader bietet eine definierte mechanische Schnittstelle, auf welche ein Kühlkörper montiert wird. Das Heatrail wird für die mechanische Befestigung des Prozessormoduls auf dem Carrierboard benötigt.

Speisung

Die Speisung kann über gewöhnliche Bananenbuchsen (+12V/Masse) oder über ein ATX-PC-Netzteil erfolgen. Falls die Bananenbuchsen für die Speisung verwendet werden, werden die benötigten internen Spannung (5V, 3.3V) vom Evaluationboard erzeugt. Das Prozessormodul selbst benötigt nur die Spannungen 5V und 3.3V. Für die Inbetriebnahme des Evaluation-Board wird ein 20-poliges ATX-Netzteil verwendet.
Achtung: Bei alten Netzteilen kann es u.U. gefährlich sein, diese ohne eine Mindestlast in Betrieb zu nehmen! In diesem Fall einfach eine alte Festplatte an das Netzteil anschliessen. Diese Festplatte hat keine weitere Funktion im System.

MSC Q7-TCTC-FD-104 (Prozessormodul)

MSC Q7-MB-RP2 (Evaluationboard)

Technische Daten Prozessormodul MSC Q7-TCTC-FD-104 PCBFTX

  • Spezifikation: Q7 Version 1.2
  • Prozessor: Intel Atom E680T, 1.6 GHz
  • RAM: 1024 MB
  • Grafikkarte: Integriert, SDVO (max. 1920×1080), LVDS (max. 1280×768)
  • HD Audio
  • 6 x USB 2.0 Host, 1 x USB 2.0 Client
  • 1 x SATA
  • 3 x PCIe
  • CAN
  • I2C
  • Ethernet
  • SD Card
  • 3.6 GB SSD
  • Temperaturbereich: -40°C - +85°C
  • Abmasse: 70 x 70 mm

Technische Daten Evaluation Board MSC Q7-MB-RP2

  • Kompatibel mit Q7 Spezifikation Version 1.2, alle Anschlusse nach draussen geführt.

Inbetriebnahme

Installation

Die Installation des Betriebssystems kann über verschiedene Varianten erfolgen:

  • Installation über SD-Karte
  • Installation über USB-Stick
  • Installation über CD-Laufwerk an SATA1-Anschluss
  • Installation auf externer Festplatte, welche dann an SATA1 angeschlossen wird

Das Problem bei all diesen Installationsarten ist, dass im BIOS zuerst die Boot-Quelle ausgewählt werden muss. Da da Evaluationsboard MSC Q7-MB-RP2 standardmässig über keinen Display-Anschluss verfügt, muss dieser über das Adapterboard „ADD2 DVI graphics adapter for Q7 baseboard “ bereitgestellt werden.
Das Prozessormodul wird gestartet, indem der Taster „POWER“ auf dem Evaluationsmodul kurz betätigt wird. In das BIOS-Menü gelangt man, anders als in der Dokumentation des Prozessormoduls beschrieben, nicht mit Drücken von F2, sondern mit Drücken von ESC während dem Startvorgang.

Danach kann Debian ganz gewöhnlich wie hier beschrieben installiert werden.

Stolpersteine bei der Kernelkonfiguration

Damit des Netzwerk auf dem Targetboard funktioniert, müssen die entsprechenden Punkte im Menü konfiguriert werden. Leider ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, welches diese Punkte sind. Folgende Bilder verdeutlichen dies: Mit dem Linux Kernel 2.6.38.8 findet sich diese Menükonfiguration unter Device Drivers → Network device support → Ethernet (1000 Mbit) → Intel EG20T PCH / OKI SEMICONDUCTOR ML7223 IOH GbE Dieselbe Menükonfiguration ist im Kernel 3.2.21 unter Device Drivers → Network device support → Ethernet driver support → OKI Semiconductor devices zu finden. Zu beachten: Der Name Intel EG20T PCH kommt hier nicht vor, obwohl sich der EG20T Controller auf dem Targetboard befindet. Dieser Menüpunkt findet sich unter Device Drivers → Network device support → Ethernet driver support → Intel devices und sollte ebenfalls aktiviert werden. Device Drivers → Network device support → Ethernet driver support → Marvell devices Device Drivers → Network device support → PHY Device support and infrastructure → Drivers for Marvell PHYs